Busfahren hatte zwar einen guten Unterhaltungswert, war aber leider nur bedingt geeignet, um von A nach B zu kommen. Deshalb entschloss ich mich dazu, ein Auto zu mieten. So konnte man die Sehenswürdigkeiten einigermaßen effizient abklappern und außerdem wollte ich mal wieder irgendwo mit einer angemessenen Temperatur sein und Rechtsverkehr war auch noch.
Zuerst musste ich aber noch den Führerschein machen. In Samoa darf man nur mit einem samoanischen Führerschein fahren. Da bekam ich kurz Fracksausen und dann habe ich es doch gewagt und den Führerschein gemacht. Wie es sich für eine anständige Bananenrepublik gehört, brauchte man nur bezahlen, aber keine Prüfung machen.
Die eigentlichen Verkehrsregeln erschließen sich dann recht schnell, z.B. die drei Ampeln im Land haben eher den Charakter von Vorschlägen und nicht von Imperativen usw. Die Hauptschwierigkeit ist aber, dass auf der Straße Menschen, Hunde, Katzen, Kinder, Hühner, Schweine und andere Autos mit Fahrern mit samoanischen Führerscheinen unterwegs sind.
Ich schlug mich ganz wacker bis kurz vor Schluss. Das Auto wollte ich am Flughafen zurückgeben und im letzten Dorf vor dem Flughafen habe ich dann ein Schwein überfahren. Also nicht so richtig, aber es hat ein bisschen gerumst. Ich bekam ein bisschen Schiss vor den Dorfbewohnern, die kamen aber nicht hinterher. Nun gibt es in Samoa nicht so viele Touristen und auch nicht so viele Flüge und deshalb kannte ich die anderen Touristen am Flughafen schon. Die haben mich gelobt, wie super es doch gelaufen wäre, dass ich nur ein Schwein umgelegt habe. Einer hat von einer Taxifahrt erzählt, in deren Verlauf ein Schwein, ein Hund, eine Katze und zwei Hühner ihr Leben ließen. Da war ich dann irgendwie beruhigt.
Dienstag, 20. November 2007 um 04:03 (Antwort)
dit hab ick nich verstanden.
Mittwoch, 21. November 2007 um 00:58 (Antwort)