Am Wochenende hatte ich dann endlich mal was richtiges vor. Der Plan war super, die Durchführung auch, nur an den Rahmenbedingungen muss sich wirklich noch etwas ändern. Was war los?
Ich habe mich mal beiläufig erkundigt, wo es denn so Schnee gibt. Wenn ich schon im August friere, dann wenigstens vernünftig. Der nächste Schnee, hieß es, liegt in Ohakune. Als dann auch noch eine Mitfahrgelegenheit vorbeikam, musste ich dann wohl hin.
Sobald Greater Wellington zuende war, reduzierte sich Highway 1, die Hauptstraße Neuseelands, zu einer rumpeligen Landstraße und dann kam Bulls ("live-a-bull", "soci-a-bull"). Hier müssen die neuseeländischen Werbetexter herkommen. Damit war dann irgendwie klar, dass das ländliche Neuseeland bescheuert genug war, um mich gut zu unterhalten. Es gab auch noch einen Ort mit einem Riesengummistiefel. Dessen Namen habe ich vergessen, aber es war
"The Rubber Boot Capital".
Ohakune selbst verfügt über einen 2800 Meter hohen Vulkan. Den hatten sie gut versteckt, vielleicht hinter der Riesenmöhre, denn Ohakune ist "Carrot Capital".
Manchmal bricht der Vulkan aus, manchmal spuckt er ein bisschen Schlamm. In der Nähe von Ohakune war mal in den 50er Jahren ein Eisenbahnunglück, weil der Zug von so einer Schlammladung getroffen wurde. Dazu gab es auch ein Denkmal, dessen Klohäuschen aber gerade vom aktuell letzten Schlamm weggerissen worden ist. Außerdem roch es immer noch nach Chemieunterricht.
Am Ende war ich dann auch oben im Schnee, wo man nicht sehr weit sehen konnte wegen der Wolken.
Und ganz am Ende hat er sich doch noch ein bisschen gezeigt.
Aber da hatte ich mich schon uminteressiert, nämlich für Wasserfälle.
So war's.