Im Urlaub haben sich weitere Wahrheiten über diese Neuseeländer offenbart, denn es war Hauptreisezeit und man konnte sie beim Urlaubmachen beobachten. Grundsätzlich sind sie ein sehr reisefreudiges Volk, das sich jedoch durch seine geografische Lage benachteiligt fühlt.
Das große Ritual des Erwachsenwerdens ist
The Big OE.
OE steht hierbei für
Overseas Experience. Dazu schreibe ich bald mal extra 'was.
Wenn man nun darüber hinaus ist, gibt es immer noch mehrere Möglichkeiten. Die australische Ostküste ist so eine Art Mallorca. Die etwas wagemutigeren fahren vielleicht auch in die Südsee, da besonders nach Fidschi und auf die Cookinseln.
Viele Neuseeländer machen aber am liebsten Urlaub im eigenen Land. Die besondere Herausforderung hierbei besteht, dass die touristische Infrastruktur, auf die man normalerweise zurückgreift, auch im Urlaub ist. Die Lösung hierbei lautet also Verzicht oder Selbstversorgung.
Eine Variante ist der Campingurlaub. Das entspricht besonders dem neuseeländischen Hang zu Funktionskleidung und Naturnähe. Man darf fast überall zelten und das tun sie auch und wenn es direkt neben dem Highway ist. Ich bin mir sicher, Bier und die hygienischen Verhältnisse lassen ein unvergessliches Gemeinschaftsgefühl aufkommen.
Die andere Möglichkeit ist der
bach. Wird gesprochen Bätsch, klingt ein bisschen nach Datsche und genau das ist es auch.
Das verrückte bei all den DDR-Parallelen ist, dass sie glauben, es wäre typisch neuseeländisch, dabei sind sie doch nur ein müder Abklatsch des glorreichen DDR-Bürgers. Es gibt ja doch mehr zu kaufen.