Das Osterwochenende war auch in anderer Hinsicht recht konstruktiv. Zum Beispiel habe ich endlich wieder dolle Tiere bestaunen können, nämlich Robben. Und zwar direkt am Strand an der Straße zum südlichsten Zipfel der Nordinsel. Es ist, zugegeben, eine wenig besuchte Gegend, denn es wohnen nur wenige Menschen dort. Aber irgendwie hätte ich es normal gefunden, wenn es einen Zaun gegeben hätte, um die Robben vor den Menschen oder, je nach Interessenlage, die Menschen vor den Robben zu schützen.
Jedenfalls, man konnte frei herumlaufen, man hätte sie sogar mit dem Auto anfahren können, so theoretisch. Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass man nie zwischen die Robben und das Meer gehen soll, denn dann ist ihr Fluchtweg versperrt und dann werden sie böse. Und dass sie zur Paarungszeit aggressiv sind. Das sind nützliche Hinweise, die sich bei der praktischen Umsetzung jedoch als unzureichend herausstellen. Zuerst wissen wir nicht, wann Paarungszeit ist. Also springt man fröhlich auf dem Robbenstrand herum und überlegt, ob vielleicht gerade Paarungszeit ist.
Das andere Problem, mit dem zwischen Meer und Robbe sein, erschließt sich erst bei näherem Hinsehen, denn die Robben sehen aus wie Steine und man muss dann genau gucken, dass man keine übersieht, denn die wird dann böse und dann weiß ich auch nicht. Insgesamt erschienen sie mir eher phlegmatisch.
Weitere Wahrheiten über Robben: Sie sind in Wirklichkeit nicht so niedlich, sie sind ganz schön groß und sie stinken.