Letztes Wochenende kam es zu einer ungewöhnlichen Häufung von ungewöhnlichen Speisen. Zuerst musste der erste überlebende Kohlrabi dran glauben, aber ohne Foto, denn er war nicht fotogen und sah ein bisschen peinlich aus. Nach den Schnecken kamen nämlich die Raupen und die haben hier aber unglaubliche Raupen. Die sind sehr gierig. Naja, vor denen haben wir den Kohlrabi gerettet. Er war auch ein bisschen mickrig, aber nicht holzig und schmeckte ganz gut, aber was heißt das schon, wenn man der einzige gegessene Kohlrabi überhaupt ist.
Nächstes Wochenende kille ich den anderen Überlebenden und bald ist Heimatbesuch. Dem Kiwimann, der mit soll, habe ich Kohlrabis groß wie Kinderköpfe versprochen. Das hat ihn ein bisschen erschreckt.
Dann gab es in der Nachbarschaft ein Fest und dort gab es Po'e, eine Spezialität der Cook-Inseln. Wie immer in der Südsee bestand diese Spezialität im Großen und Ganzen aus Bananen und Kokosmilch. Die Bananen waren irgendwie geleeartig eingekocht und deshalb braun und viereckig und obendrauf war dann Kokosmilch als Soße, damit einem der Geschmack bekannt vorkommt.
Und dann gab es Paua Fritter. Das ist Rührei mit Zwiebeln auf Toast mit Paua. Paua sind blaue Schnecken, die im Meer leben und sehr hübsche blaue Schalen haben. Klingt jetzt schlimm, ist aber eigentlich kein Problem.
Und gestern ... ach, irgendwann wird auch das Paradies gewöhnlich. Gestern stand der Bus im Stau weil man von der Straße aus Delphine sehen konnte. War leider ein Expressbus, mussten alle drinbleiben.