Zurück im sommerlichen Neuseeland. Unterwegs waren wir zwei Tage in Tokio.
Für einen Ort, an dem man übernächtigt ankommt, ist Japan eigentlich ein bisschen zu anstrengend. Es fing so an. Zuerst war da der Flughafen, der irgendwie nicht aussah wie man sich den Flughafen von der Weltstadt Tokio vorstellt, sondern mehr wie vielleicht Berlin-Schönefeld, auch so leer. Und dann sind wir nach Tokio Hbf gefahren und da waren auch kaum Leute. Wir also: wo sind denn alle, sollen hier nicht irgendwie voll viele Leute wohnen? Dann sind wir zum Palast des Kaisers gegangen und da waren ein paar japanische Reisegruppen und sonst niemand. Und dann haben wir erstmal ein Eis und etwas zu essen gekauft. Und da waren dann auch Leute.
Einkaufen ist eine große Herausforderung. In ungefähr allen Hochhäusern gibt es ein Einkaufszentrum mit food court. Dort gibt es viele Leckereien, Preise sind selbstverständlich unverschämt. Leider kauften wir von allem ein bisschen. Immer wenn wir dann so ein bisschen kauften, wurde das in eine große Schachtel, womöglich noch mit Kühlpack, gesteckt. Die Schachtel wurde in Papier eingewickelt und dann noch in eine Plastiktüte verpackt. Nach dem Bezahlen, das irgendwie beider Hände und eines Tabletts bedarf, verbeugten sich die Verkäufer. Das war ganz drollig, warf aber die Frage auf, was mache ich? In manchen Läden verfiel der Verkäufer auch in einen Wortschwall. Auf japanisch, also nehme ich an, es war nicht wichtig.
Wenn man dann mehrere bisschen Essen gekauft hat, ist man um Tausende Yen ärmer und hat dafür viele Tüten und Papierchen und Kistchen, die man nur schlecht loswird, weil es viel zu wenige Papierkörbe gibt.