Wir trauern um unsere Recyclingkiste. Wir sind überzeugt, dass es sich so Katzenbesitzer fühlen müssen, deren Katze nicht wieder nach Hause gekommen ist. Unsere Recyclingkiste ist gestern nicht nach Hause gekommen. Wir leiden wie ein Hund, denn wir wissen noch nicht wo wir eine neue Kiste herbekommen. Wir haben Grund zur Annahme, dass unsere Kiste vom Winde verweht wurde und nun im Ozean schwimmt und wahrscheinlich in der Antarktis wieder an Land gespült wird und dann den Pinguinen beim Umweltschützen hilft. Vielleicht wird sie von einem Mitarbeiter der dortigen Basis, der zehn Berufe hat, gefunden. Das wäre schön, denn unsere Adresse steht drauf.
Im Grunde ist dieses Vorkommnis ein Symptom für eine der dämlichsten Regelungen überhaupt. Alle haben eine normale Mülltonne für Restmüll und dann haben alle noch eine grüne Kiste für Recyclingmüll, aber nur Papier, Aludosen und ein paar bestimmte Sorten Plastik. Das wird alles in Plastiktüten in die Kiste getan und einmal in der Woche an den Straßenrand gestellt. Alles gut und schön, wenn man nicht gerade an einem Ort leben würde an dem Windstärken jenseits der 7 oder 8 eher Regel als Ausnahme sind. Dann fliegt der Müll durch die Straßen oder an windigeren Tagen eben die ganzen Kisten ins Meer und ich denke dann darüber nach, ob man den Neuseeländern mal von den Schildbürgern erzählen sollte.