Wie ich nach Broken Hill kam. Zuerst habe ich ein Flugticket von Darwin nach Adelaide gekauft. Dann stellte ich mit Schrecken fest, dass der Abflug um drei Uhr nachts ist. Das fand ich ein bisschen unpraktisch. Dann sprach ich mit dem Mann an der Rezeption meines Hostels.
Ich so: Mein Flug geht um drei Uhr nachts.
Der Rezeptionist (stolz): Ja, unser Flughafen hat 24 Stunden geoeffnet.
Ich wieder: Ich haette lieber einen Flug zu einer vernuenftigen Zeit gehabt.
Er darauf: Es gibt in Darwin nur sehr wenige Fluege, die tagsueber starten, weil die Air Force (oder wie das hier heisst) den ganzen Luftraum belegt.
Das war das erste Mal, dass ich etwas von einem Platzproblem in Australien hoerte. Als ich zum Flughafen kam, aehnelte der einer Turnhalle mit Katastrophenopfern. Immerhin hatten die Geschaefte und der Pub offen. Hatte ich schon einmal etwas von Darwins legendaerem Bierverbrauch erwaehnt. Eigentlich waren im Flugzeug alle betrunken. Was soll man auch tun, damit die Zeit vorbei geht.
Der Bus von Adelaide, der langweiligsten Stadt der Welt, nach Broken Hill fuhr nicht, wie zuerst angenommen, jeden Tag, sondern nur zweimal in der Woche, deshalb hatte ich ein Ticket mit der vielversprechenden Regionalfluglinie Rex. Die werben mit dem Claim Flying is child's play.
Es war ganz wunderbar. Wir waren sieben Passagiere. Zuerst ging die Tuer nicht zu, dann aber doch und wir flogen los. Das Flugzeug war so laut, dass man sich nicht unterhalten konnte und die Stewardess war so dick, dass sie gerade so durch den Gang passte. Es gab eine Auswahl aus Tee, Kaffee und Wasser und eine Tuete Chips und wenn man rausguckte, sah man die rote Erde des Outbacks. Da war ich dann ein bisschen zufrieden.