Später suchten wir das Hotel. In weiser Voraussicht habe ich ein möglichst großes, möglichst zentral gelegenes Hotel gebucht. Das war eine gute Idee, aber leider nicht gut genug. Es stellte sich heraus, dass die U-Bahn-Station zum Hotel die größte der Welt war (oder die mit den meisten Passagieren oder so). Sie hatte viele Ausgänge. Es half auch nichts, dass es keine Straßennamen gibt und aushängende Stadtpläne auf japanisch sind.
Ich hatte den Namen des Hotels oder das was wir dafür hielten auf japanisch ausgedruckt. Das war sehr hilfreich, denn damit konnte man zur Polizei gehen und mal fragen.
Die Polizei hat so kleine Häuschen mit einem Polizisten drin, der Leuten den Weg zeigt. Ich weiß nicht, aber ich glaube nicht, dass der noch etwas anderes macht. Wir mussten sogar warten, weil es so viele verlorene Leute gab. Der japanische Hotelname war tatsächlich der Name des Hotels und nichts unanständiges und das Hotel war gleich um die Ecke von McDonald's. Das heißt auf japanisch auch McDonald's. Na, ein Glück.
Und da war es dann auch, das zentral gelegene Hotel einer internationalen Kette mit 18 Stockwerken und vierstelligen Zimmernummern. Versteckt zwischen anderen, größeren Gebäuden.
Als wir dann abends essen gehen wollten, hätte ich gern eine Rolle Bindfaden mitgenommen.