Bahnfahren in Neuseeland ist allgemein eine nicht so ganz alltägliche Beschäftigung. Wellington und Auckland haben ein paar Vorortzüge und dann gibt es drei Fernbahnlinien und noch irgendwas im Süden und das war's dann auch schon. Ja, es soll hier Menschen geben, die waren noch nie in einem Zug (und dann wird ihre erste Bahnerfahrung höchstwahrscheinlich irgendwann mit der Londoner
tube sein, die armen Unwissenden).
Es gibt den Overlander von Auckland nach Wellington, den TranzCoastal von Picton nach Christchurch und den TranzAlpine von Christchurch nach Greymouth. Und natürlich immer auch zurück, wäre ja sonst Quatsch. Das mit dem NZ im Namen machen die hier so, finden die schön und patriotisch oder so und irgendwie merkt keiner, dass es irgendwie auch uncool ist. Aber darum geht es ja jetzt nicht.
So eine Bahnreise hier ist nicht wie mit dem ICE, sondern eher als ob die Reichsbahn die Gleise warten würde und die Harzer Schmalspurbahn die Züge stellt. In der Tat fahren die Züge hier auf Schmalspur und wackeln wie früher. Und das Essen muss direkt aus England kommen, denn
meat pies und
Devonshire tea habe ich jetzt aber echt erstmal satt.
Sitzplätze werden zugewiesen und man sitzt an Vierertischchen und es ist besser, wenn man sich mit den anderen Leuten am Tischchen gut verträgt, denn man muss seine
meat pies am Platz essen.
Es gibt auch einen Wagen ohne Fenster, also mit Fahrtwind, zum Fotos machen. Da habe ich zuerst gedacht, dass das ja unmöglich sicher sein kann, aber es war dann ganz schön und praktisch und viele Leute machten viele schöne Fotos.
Und die Züge fahren nur einmal am Tag, sind aber an die Fähre angebunden. Wir wissen aber nicht ob die aufeinander warten wenn einer eine Verspätung hat.