Der Friedhof von Wellington ist sehr übersichtlich angelegt und auch sonst sehr praktisch. Es gibt nur einen Friedhof, es gibt ja auch nur ein Krankenhaus. Das spart vielen Beteiligten sicher das Nachdenken. Der Friedhof liegt am Rande der Stadt, pittoresk auf Hügeln.
Alle Grabsteine stehen ordentlich in Reihen, nach Religion sortiert. Wer keine Religion hat oder eine, die keine eigene Abteilung hat, das ist aber unwahrscheinlich, kommt auf
Denominational oder
Denominational 2.
Zwischen den übersichtlichen Grabfeldern gibt es keine Wege, sondern Straßen, damit man nicht laufen muss.
Die Gräber bestehen nur aus den Steinen und man braucht keine grüne Plastikgießkanne und keine Miniharke mitbringen, denn es gibt keine nennenswerte Grabbepflanzung. Man kann natürlich Blumen hinlegen, aber es ist meistens windig und wenn die Blumen verblühen, muss man wieder hin und sie entsorgen und wie gesagt, der Friedhof ist jetzt nicht so fürchterlich verkehrsgünstig gelegen. Früher gab es mal einen Friedhof, der lag so verkehrsgünstig, dass sie dann die Autobahn drüber gebaut haben. Das hat den Leuten aber auch wieder nicht gepasst.
Grundsätzlich kann man alles mögliche auf den Grabstein schreiben oder abbilden. Ballett getanzt? Ballettschuhe! Aus Tonga? Das Wappen von Tonga! Beim Hubschrauberabsturz gestorben? Ein Hubschrauber!
Am schönsten ist aber, dass viel Platz für all die zukünftigen Toten ist. Die kommen manchmal jetzt schon und spielen Cricket zwischen den Gräbern. Oder machen Picknick. Viele polynesische Völker haben Beerdigungen, die mehrere Tage dauern und das führt dann manchmal zu kulturellen Konflikten. Sie haben aber auch die schönsten Grabdekorationen.